Mobile 1/3: “Irgendwas mit mobile.”
Die Entwicklungen im Dunstkreis des mobile-Marktes sind so atemberaubend, dass sie eine weltweite Goldgräber-Stimmung hervorgerufen hat. Fast jedes nennenswerte Unternehmen ist dabei (oder hat es schon getan) auf diesen, sich bereits mit enormer Geschwindigkeit bewegenden, Zug aufzuspringen. Nicht ohne Grund, wie wir meinen und haben uns daran gemacht, ein paar wesentliche Fakten, Entwicklungen und Chancen zusammenzufassen, um unseren Kunden eine bessere Grundlage für Ihre Entscheidungen zur Verfügung zu stellen und sie davor zu bewahren, ähnliche Fehler zu machen, wie viele Unternehmen beim Internet-Boom in den 90ern.
Ein paar Zahlen zum Gebrauch von Mobil-Telefonen:
2011 waren weltweit ca. 4 Milliarden Mobil-Telefone in Gebrauch; 1.08 Milliarden davon waren Smartphones. 2014 werden mehr Menschen über ihr Handy in´s Internet gehen als mit ihrem Computer. Die Hälfte aller lokalen Suchen wurde 2011 mobil durchgeführt. 86% der mobile Internet User sind mit ihrem Smartphone online, während sie TV sehen, 29% sind bereit QR-Codes zu scannen um über Coupons in den Genuss von Vergünstigungen zu kommen. 61% nutzen ihr Handy zum spielen, 55% um das Wetter zu checken, 50% zur Orientierung (Karten) und zur Suche, 49% um soziale Netzwerke zu nutzen, 42% um Musik zu hören, 36% um das neueste aus aller Welt zu erfahren, 33% für Entertainment, 25% um Restaurants oder Bars zu finden (oder dort Plätze zu reservieren) und 21% um Videos anzuschauen. 1/3 der facebook- und 50% der twitter-User nutzen überwiegend die mobile Version der sozialen Netzwerk-Anbieter, von denen der größte Teil Frauen zwischen 35 und 54 Jahren waren.
9 von 10 Menschen in den USA (insgesamt 70% der Weltbevölkerung) besitzen ein Mobiltelefon. Durchschnittlich besitzen 85% aller Kinder ein Mobiltelefon aber nur 73% besitzen ein Buch. Apple hat bisher ca. 60 Millionen iPhones verkauft. Die Verbreitung von Google´s Android OS wuchs weltweit bisher durchschnittlich um 886% pro Jahr. Täglich werden ca. 160.000 Telefone mit diesem Betriebssystem aktiviert. Entsprechend ist Android OS gerade dabei Apples iOS als das am weitesten verbreitete Betriebssystem abzulösen (Quelle: digitalbuzzblog).
Durchschnittlich dauert es 26 Stunden, bis der Verlust eines Portemonnaies gemeldet wird. Der Verlust eines Mobiltelefons wird durchschnittlich bereits nach 68 Minuten gemeldet. Weltweit besitzen ca. 5 Milliarden Menschen ein Handy aber nur 4,2 Milliarden eine Zahnbürste. Es gibt mehr Mobil-Telefone auf der Welt, als Fernseher. In manchen Ländern gibt es sogar mehr Mobiltelefone als Einwohner. Im Durchschnitt werden eMails nach 90 Minuten beantwortet, Text-Nachrichten bereits nach 90 Sekunden. 70% aller mobilen Suchen führen binnen einer Stunde zu irgend einer Aktivität (Quelle: hubspot).
Heute, wie damals steht eine Technologie mit scheinbar nicht zu bremsender Dynamik im Mittelpunkt, deren Möglichkeiten und Entwicklungen nur schwer abzusehen sind. Jeder erkennt, das Potenzial. Aber niemand weiß genau, an welchen Stellen sich der Aufwand auszahlen wird. Wer allerdings ein paar Schritte zurücktritt, um das große ganze besser ins Blickfeld zu bekommen, stößt auf einen Faktor, der vor 20 Jahren genau so relevant war, wie heute: der Faktor Mensch.
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, dessen Vorlieben und Verhaltensmuster sich in den vergangenen 5.000 Jahren kaum verändert haben. Der Umstand, dass er von allen lebenden Säugetieren die vermutlich größte Anpassungsfähigkeit besitzt, zeugt zwar von seiner Adaptions- und Lernfähigkeit, ändert aber nichts an dem groben Strickmuster, nach dem er funktioniert. Feuer und iPhone liegen nicht wirklich weit auseinander.




